Zwei herrliche Sommerkonzerte

18. und 19. August 2018

"AUSVERKAUFT"

 

Das ist für uns als Veranstalter immer das größte Lob, wenn Sie, unser geschätztes Publikum, das Angebot derart gut annehmen, dass wir sagen müssen: Tut uns leid, wir haben keine Karten mehr. Aber ganz ehrlich, es war schon ein bisschen traurig, so viele Menschen enttäuschen zu müssen, die keine Karten mehr bekommen konnten. Umso schöner, dass es für einige doch noch geklappt hat und sie am jeweiligen Konzertabend noch Glück hatten, weil jemand nicht kommen konnte und so doch noch vereinzelt Gäste nachrücken konnten.

 

An beiden Abenden spielte das Wetter auf großartige Weise mit: Wir konnten draußen sein! Was für ein Glück.

Am Samstag wechselten Sprache und Musik sich ab. Die Auszüge aus der Biografie von Giora Feidman, moderiert und gelesen vom Schauspieler Torsten Münchow, fesselten und zeichneten das bewegte Leben dieses Ausnahmekünstlers nach. Und man hörte dieser Stimme einfach gerne zu.

Musikalisch war es dann zwischen heiter und melancholisch, mal leise, mal übermütig laut, immer die Erzählungen aus dem musikalischen Leben paraphrasierend. Ein tolles Zusammenspiel! Enrique Ugarte am Akkordeon und Giora Feidman an der Klarinette passten hervorragend zusammen und harmonierten auf einer Ebene, die tiefer ging als die gemeinsame Leidenschaft für Musik.

Auch das Publikum durfte sich beteiligen und sang "Donna, donna" mit.

Apropos Singen: Auch Torsten Münchow sang und konnte auch auf diesem Gebiet mit seinem souligen Bass und "Summertime" überzeugen. Aber gucken Sie doch einfach selbst, wie schön es war!

 

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Und auch der Sonntag war stimmungsvoll und mitreißend. Das Göttinger Symphonie Orchester war vor 34 Jahren erstmals in Walkenried mit einem Konzert zu Gast und tatsächlich gibt es in den Reihen des Klangkörpers noch Mitglieder, die damals schon dabei waren. 

 

Mit der Ouvertüre zu "La Cenerentola" (also Aschenputtel) von Gioachino Rossini begann der Abend furious und bewegend. Obwohl die Ouvertüre schon für andere Werke hatte herhalten müssen, waren die Bilder, die vor dem inneren Auge entstanden sehr plastisch. Im Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64 von Felix Mendelssohn Bartholdy überzeugte Niklas Liepe die Zuhörer. Nur Gutes hörte man in der Pause über seine Fertigkeiten. Eine Zugabe vor der Pause musste sein, bevor der Solist die Bühne verlassen durfte.

Die "Prager" Symphonie von Wolfgang Amadeus Mozart ließ noch einmal den Abend klanglich erstrahlen. Donnernder Applaus hallte anschließend durch den Kreuzgarten, die Kreuzgänge und darüber hinaus. Auch hier wurden Zugaben eingefordert und gegeben.

Christoph-Mathias Mueller leitete das Göttinger Symphonie Orchester durch diesen erinnerungswürdigen Abend. Es war eines der wenigen Konzerte, die der Schweizer noch mit "seinem" Orchester gibt. Ein bisschen Abschiedswehmut darf man da bei dem einen oder anderen Gast daher vermuten.